Bild Bild Bild

Arbeitsbereich:

Schule als politischer Lernort

Die Schule führt zu selbstständigem Urteil und zu eigenverantwortlichem Handeln; sie vermittelt Kenntnisse und Fertigkeiten mit dem Ziel, die freie Entfaltung der Persönlichkeit und die Orientierung in der modernen Welt zu ermöglichen sowie zur Erfüllung der Aufgaben in Staat, Gesellschaft und Beruf zu befähigen.

In der Schule lernen nicht nur die Schülerinnen und Schüler, und die lernen auch nicht nur ihren "Stoff". In der Schule lernen auch die anderen "Mitwirkenden" und Beteiligten, die Lehrerinnen und Lehrer, die Schulleitung, die Sekretärinnen, die Hausmeister sowie alle Menschen, die Tätigkeiten für die Schule verrichten oder sie könnten es zumindest.

Die Schule ist ein gesellschaftlicher Bereich wie ein Betrieb, ein Geschäft, eine Bank, in der Menschen als "ArbeitnehmerInnen" arbeiten, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Die Schule ist darüber hinaus eine staatliche Institution, die einen staatlichen Auftrag zu erfüllen hat. In der Schule gibt es eine Menge zu lernen nicht nur für die Schülerinnen und Schüler. Daran ändert sich auch nichts, wenn viele der Erwachsenen meinen, ihr eigenes Lernen abgeschlossen zu haben.

Schülerinnen und Schüler lernen durch den Umgang ihrer Schule mit ihnen selbst, mit den "ArbeitnehmerInnen" und Amtsträgerinnen und mit ihren Eltern eine Menge über Politik, bevor sie die erste Unterrichtsstunde Politik oder Gesellschaftswissenschaften besuchen. Dies ist kein systematischer Lernprozess, in dem Hintergründe und Strukturen untersucht werden. Sie lernen aus materialisierten Haltungen, aus Verfahren, aus der täglichen Wirklichkeit und die ist sehr viel einprägsamer als Vorträge und Bücher.

Es beginnt bei der Annahme ihrer Person an ihrer Schule, und sie sind eine Person, wenn sie mit 6 Jahren in eine Schule aufgenommen werden. Werden sie als Person wertgeschätzt, sind sie willkommen in der neuen Gemeinschaft von Menschen an diesem gesellschaftlichen Ort außerhalb ihrer Familie und ihres unmittelbaren Umfeldes? Erfahren sie Unterstützung im Prozess des Einfindens in diese Gemeinschaft oder müssen sie sich kompromisslos einordnen in eine Ordnung, die nicht ihre ist. Erfährt ihre Persönlichkeit Beachtung und vielleicht auch Förderung auf ihrem weiteren Weg durch die Schule, oder werden sie lediglich als Leistungserbringer" und ggf. als "Störende" wahrgenommen.

Welche (Grund-) Erfahrungen machen die SchülerInnen im sozialen Miteinander in der Klasse und der ganzen Schule, wie wird mit unterschiedlichen Interessen und Konflikten umgegangen? Werden ihnen die Regeln des sozialen Miteinanders von "oben" vorgesetzt oder können sie diese ihrem Alter und ihrer Entwicklung entsprechend mitgestalten?

Wie fühlen SchülerInnen sich als individuell und gemeinsam Lernende behandelt? Inwieweit wird ihnen die Möglichkeit gegeben, ihr Lernen immer bewusster und eigenständiger weiterzuentwickeln und Selbstvertrauen daraus zu schöpfen? Können sie im fachlichen Lernen ihre Erfahrungen und Interessen einbringen oder müssen sie den Stoff, wie er kommt, "durchkauen". Und eine sehr wesentliche Frage ist im Zusammenhang des Lernens, ob die Leistungsmessung der SchülerInnen der Lernförderung oder der Auslese dient.

Schule ist nicht nur als ein konkreter Ort von Bildungspolitik mit ihren Vorgaben und Rahmenbedingungenein Feld für die politische Bildung, sondern auch mit all ihren Aspekten der konkreten Gestaltungihres Bildungsauftrags, in deren Mittelpunkt unsere Kinder, die zukünftigen BürgerInnen, stehen.

Sie befinden sich hier:
Wer wir sind > Forum Eltern und Schule > Schule als politischer Lernort

Ansprechpartner

Sie möchten gerne mehr über diesen Arbeitsbereich erfahren? Dann sprechen Sie uns bitte an! Ihr Ansprechpartner ist:

Bild

Rainer Kopp

Tel.: (0231) 14 80 11
Fax: (0231) 14 79 42

Email:
Die E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.